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Mittwoch, 6. November 2013

Mittwoch: Chamisso Nachmittag


Adelbert von Chamisso
Rosa und Jonathan Tennenbaum präsentieren:
Ein Nachmittag mit Texten und Musik
& Buchpräsentation vom Buchhändler:
Beatrix Langner “Der wilde Europäer”
Mittwoch 13. November 16:30 Uhr
Eintritt 4,50 /ermäßigt 2,00

Karten im Vorverkauf erhältlich in der Buchhandlung oder per Anruf/e-mail.
Camissonia eastwoodiae
Photo @ Janis Huggins
Colorado State University
Tennenbaums
poetisch-musikalische Reise
auf den Spuren von Chamisso
4,50 € / 2,00 € 
13. xi. 2013
Beatrix Langner
Der wilde Europäer
Verlag Matthes & Seitz
29,80 €
Schröersche Buchhandlung
Langenscheidtstr. 7
10827 Berlin
(030) 7800 1415
info@buch-haimberger.de


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Stadt Land Buch in der Schröerschen Buchhandlung


Es ist noch etwas hin, aber hier ist eine feine Veranstaltung,
zum Vormerken im November:

Illustration von Adolph von Menzel
Das merkwürdige, zum Verständnis der Erde und ihres sonnengewirkten Kleides, der Pflanzen- und Tierwelt, so wesentlich notwendige Neuholland und die Südsee mit ihren Zoophyten-Inseln waren mir untersagt, und so war, im Ursprunge schon, alles, was ich sammeln und erbauen sollte, bloßes Fragment zu bleiben verdammt. – O mein Adelbert, was ist es doch um die Bemühungen der Menschen!
Adelbert von Chamisso; 
Peter Schlemihls wundersame Geschichte


Auf den Spuren von Adelbert von Chamisso
Zeugnisse einer bewegten Zeit in Berlin
Eine poetisch-musikalische Reise mit Rosa und Jonathan Tennenbaum

 &

“Der wilde Europäer”
Eine Biographie von Adelbert von Chamisso
von Beatrix Langner, im Verlag Matthes & Seitz, Berlin
vorgestellt von Margarete Haimberger


Lageplan
Veranstaltung im Rahmen vom
Stadt Land Buch Lesemarathon 2013
Mittwoch, 13. November 16:30 Uhr
Schröersche Buchhandlung
Eintritt: 4,50 € / ermäßigt: 2 €












Schröersche Buchhandlung
Langenscheidtstraße 7
10 827 Berlin
030 / 7800 1415
info@buch-haimberger.de


Donnerstag, 28. März 2013

Ostern


ausgebreitet
Im Schaufenster
So leicht kommt mir heuer der Osterspaziergang von Herrn Goethe nicht über die zitternden Lippen. Umso mehr erfreuen die bunten Einbände einiger Titel zum Fest das Herz, ganz besonders die Lieblinge von Beatrix Potter: Peter Rabbit.

Im Fenster hängen auch wieder handbemalte Ostereier zum Verkauf aus.

Der Reclam Verlag hat schöne Büchlein mit Geschichten und Gedichten rund um Hasen, Eier und - ja, auch Frühlingslüften, die doch eines Tages wehen werden.
"Die Bäume werden schön
In ihrer Fülle stehn/
Die Berge werden fliessen/
Und Wein und Öle giessen.
Das Bienlein wird wol tragen
Bey stillen warmen Tagen."
(Zitat aus: Paul Gerhardt; Geistliche Lieder
Reclam, 2013, S. 94)

Selbst wir Menschen des 21. Jahrhunderts, nach blutigen Kriegen und Zeiten totalitärer Verfolgungen,
Kreuzabnahme
haben es noch nicht geschafft, das alte Osterlied: "Christ ist erstanden von der Marter allen" obsolet klingen zu lassen. Was der Mensch dem Menschen antut, aber dann die Hoffnung, die den Tod überwindet - auch das gibt es in der Literatur zu entdecken.
"...
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden."
(Zitat aus Ludwig Uhland; Frühlingsglaube
in "Frühlingsgedichte" bei Reclam, S. 31)

Allen eine aufrüttelnde Karwoche und ein gutes Fest der Auferstehung!


Mittwoch, 27. Februar 2013

Sehnsuchtsort Dublin


Dörlemann
Der St. Patrick's Day naht, er ist am 17. März, und so langsam trage ich Titel für ein Schaufenster zusammen. Mit Irland verbindet mich, dass ich mich eine Zeitlang mit den Troubles befasst hatte und die historische Zeit ganz bewußt miterlebte, wo die IRA ihre Waffen "beyond use" schaffte. Auf katholischem Pflaster großgeworden gibt es noch eine weitere Verbindung. Aber obendrein gibt's natürlich - abgesehen von geliebten Volksliedern wie die von Thomas Moore* - großartige Schriftsteller. Heute erst mal zum Warmwerden eine Notiz zu Dublin in dem Buch von Bettina Querfurth: Sehnsuchtsorte. Sie erwähnt, wie Joyce
"sich wünschte, man solle Dublin nach den akkuraten Beschreibungen im Ulysses zur Not neu errichten können."
Wie es derzeit in Berlin wieder her geht, wünschte ich mir solch einen aufmerksamen Beschreiber auch für diese Stadt. ...

"Sehnsuchtsorte" lohnt sich: es ist schön gemacht, mit Leineneinband und Lesebändchen, und es ist voll von Anregungen, auf den Spuren der Literaten tatsächlich loszureisen. Bettina Querfurth bringt Sansibar übrigens kurioser Weise bei uns in Deutschland unter, aber das heißt ja nichts anderes, als dass ich einfach Joyce lesen kann und wahrhaftig dabei in Dublin lande. (Das Buch von Alfred Andersch, Sansibar oder der letzte Grund,  hab ich auch gern gelesen, nebenbei bemerkt). Also einfach blättern und hineinlesen und zu träumen beginnen geht auch wunderbar.

Noch ein besonderer Tag, auf dem ich beim Lesen vom Hotlist Blog aufmerksam wurde: am 23. März gibt es zum ersten Mal den Indiebook Day, den Tag der unabhängigen Verlage, wozu der Dörlemann Verlag gehört. Mehr dazu auch bei SWIPS.

* Thomas Moore ist ein weiterer Dubliner. Hier ist eins meiner Lieblingslieder von ihm:

Oft, in the Stilly Night

Quelle: poemhunter.com
Oft, in the stilly night,
Ere slumber's chain has bound me,
Fond memory brings the light
Of other days around me;
The smiles, the tears,
Of boyhood's years,
The words of love then spoken;
The eyes that shone,
Now dimm'd and gone,
The cheerful hearts now broken!
Thus, in the stilly night,
Ere slumber's chain hath bound me,
Sad memory brings the light
Of other days around me.

When I remember all
The friends, so link'd together,
I've seen around me fall,
Like leaves in wintry weather;
I feel like one
Who treads alone
Some banquet-hall deserted,
Whose lights are fled,
Whose garlands dead,
And all but he departed!
Thus, in the stilly night,
Ere slumber's chain has bound me,
Sad memory brings the light
Of other days around me.
Suhrkamp
Suhrkamp
Diogenes


Freitag, 20. April 2012

Drei rein


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The Three Billy Goats Gruff 




aus: Fritz Kredel in "The World's Best Fairy Tales", The Reader's Digest, 1967 NY- Montreal 

Drei Titel spülte das Leben heute Morgen ins Sortiment: Arthur Schopenhauer, "Die Welt als Wille und Vorstellung" in der Gesamtausgabe, herausgegeben von Ludger Lütkehaus bei dtv (22,90 €), Herodot, „Historien“, bei Kröner (19,90 €) und Klaus Wallendorf, „Immer Ärger mit dem Cello“, frisch erschienen bei Galiani hier in Berlin (16,99 €).

Die Welt als Wille und Vorstellung


Quelle: dtv
Ob der Schopenhauer rechtzeitig für den Schüler eintraf, der ihn auf den letzten Drücker für die Referat-Vorbereitung bestellt hatte, bezweifle ich. Hier im Buchhandelsprogramm wächst die winzige Philosophie-Sparte aber und bringt vielleicht Jemanden ohne Schulnot auf Ideen. Nachgeschlagen in der New York Review of Books vom 19. November 1989 fand ich die von Czeslaw Milosz aufgeworfene Frage: „Why should he be the Philosopher whose name appears any time a pedigree needs to be produced for European nihilism?“ (in: Discreet Charm of Nihilism; S. 17 – Sie sind eingeladen, in der Buchhandlung den vollen Text zu lesen und auch sonst in einem Himmel alter Ausgaben dieser hervorragenden Literaturzeitschrift zu schwelgen. Sie können aber auch gerne die New York Review of Books hier in der Buchhandlung abonnieren). Ich habe auch noch keine Antwort auf diese Frage, und Schopenhauer steht – bis auf einige Auszüge für den Philosophie-Kurs am Gymnasium damals –  immer noch ungelesen auf der Leseliste. In „Geschichte der Philosophie“ (auch Kröner, aber inzwischen vergriffen, S. 335) erklärt Ernst von Aster:  "Nun gibt es aber einen Punkt in der Welt, an dem unser Erleben über die Erkenntnis der Erscheinungs-, der Objektswelt hinausgreift: unser eigenes Ich ist uns einmal wahrgenommener Leib, als Körper eingeordnet in den Kausalzusammenhang der Raum-Zeit-Welt, zugleich wissen wir uns als raumloses, überzeitliches, freies Wesen – als „Wille“."

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Bertrand Russell stellt nüchtern fest: „He [Schopenhauer] believed it [sein Hauptwerk eben, „Die Welt als Wille und Vorstellung“] to be of great importance, and went so far as to say that some paragraphs in it had been dictated by the Holy Ghost. To his great mortification it fell completely flat.“ (S. 723 "The History of Philosophy in the Western World" in der Ausgabe von Unwin, Counterpoint, 1984; jetzt lieferbar bei Taylor & Francis London, kt 20,60 € oder in der deutschen Übersetzung, „Philosophie des Abendlandes“ bei Piper Taschenbuch, für nur 15,99 € über 800 Seiten die sich wirklich lohnen!)
Bildquellen: PiperTaylor & Francis

Historien 

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Quellen: privat;  Kröner
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Quelle: Piper

Von Herodot nahm Friedrich Hebbel sein Thema zum Drama: „Gyges und sein Ring“. Die Geschichte taucht gleich im ersten Buch unter Nummer 8 auf. Ich fing an, in unserer zerfledderten „Great Book Foundation“ - Ausgabe der Bücher I und II zu lesen, und werde irgendwann diese schöne deutschsprachige Leinenausgabe vom Kröner Verlag auch für uns zu Hause erwerben. Aber jetzt steht sie erst mal zum Verkauf bereit, zumal am dritten Vorlese-Montag im Monat, also am kommenden, Lyrik und Drama auf dem Programm stehen und aus Hebbels "Gyges" gelesen wird. Zu empfehlen ist weiter auch Ryszard Kapuscinski, „Meine Reisen mit Herodot“, auch im Verlag Piper erschienen. Schließlich mach ich noch auf die prächtige vierbändige Ausgabe „Empires of the Ancient Near East“, hier zu haben für 126,80 €; und:  Archäologischer Kalender vom Verlag Philip von Zabern gibt es nun zum halben Preis, für 9,45 €.

Immer Ärger mit dem Cello 

Liebeserklärung eines irrenden Waldhornisten 

Quelle: Galiani
Das sprach mich an; und es gesellt sich nun zu Piatigorski, „Mein Cello und ich“, und zu Hélène Mercier Arnault, „Ton für Ton, Jahr für Jahr“ und alle finden hoffentlich geneigte Käufer. Hier sei angemerkt, dass ich auch gerne für Sie Musik-Noten bestelle, beispielsweise bei Schott, Edition Peters oder G. Henle. 
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 Quellen: dtv; Steidl