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Montag, 7. Juli 2014

Adhiambo Owuor bis Zschokke


56 Autoren aus aller Welt erscheinen als Gäste zum diesjährigen internationalen literaturfestival berlin. Die Webseite informiert jetzt über das kommende Ereignis, und in kleinem Rahmen, wie es die kleine Buchhandlung eben erlaubt, lade auch ich Sie ein, mit der Schröerschen auf Entdeckungsreise zu gehen.

Ab Mittwoch erscheinen auf dem Blog: Das Schröersche Buchprogramm nach und nach Beiträge zu Autoren und ihren Büchern, die zu kaufen oder vorzubestellen (manche erscheinen erst noch) Sie herzlich ermuntert werden. Was für ein spannender Anlass, sich die Sommerlektüre zusammenzustellen. Unter "Literaturen der Welt" finden Sie eine erste Auswahl. Die vollständige Autoren-/Gästeliste finden Sie hier.

Man kann nicht alles. Es gibt noch den Bereich Internationale Kinder-und Jugendliteratur, zu Beispiel. Davon finden Sie aber schon einiges hier in den Regalen (z. B. aus dem Baobab Verlag.)

14. ilb
Wem ich mich noch auf dem Blog widmen möchte ist die Sparte: "Europa im Streit". Auch zu diesem Thema sind mehrere Titel in der Buchhandlung zu haben.

Zum Auftakt am 10. September ruft die ilb zur Leseperformance auf. Nichts lieber als das. Vor der Buchhandlung wird ab 16:00 Uhr aus Pankaj Mishras Buch vorgelesen: "From The Ruins of The Empire" (Penguin) . Ich hoffe, dass ich dazu englischsprachige Vorleser finden kann. Die deutsche Ausgabe ist bei S. Fischer erschienen, und ich bestelle sie gerne für Sie. Herr Mishra wird die Rede zur Eröffnung der ilb halten. Wenn Sie dahin gehen können, um so besser.

Weltweite Lesung
Am 30. Juli werden von der ilb Texte für eine weltweise Lesung für Edward Snowden, 8. September, veröffentlicht. Wir werden im Rahmen des Vorlesemontags daran teilnehmen und Sie sind auch hierzu herzlich eingeladen.

Aufi geht's.

Dienstag, 3. Juni 2014

Kaffeeduft und Brandgeruch


Suhrkamp*
Thomas Schleissing-Niggemann

Gruppe 1093
Schöneberg / Wilmersdorf


Die Amnesty International Gruppe Schöneberg/Wilmersdorf 
lädt ein 
zu einer Lesung mit 
Geschichten aus der Levante 
gelesen vom Schauspieler 
Thomas Schleissing-Niggemann 

Außerdem gibt es aktuelle Informationen zur Lage in Syrien.

Dienstag, 17. Juni 2014 um 19:30 Uhr
Schröersche Buchhandlung
Langenscheidtstraße 7
am U‐Bahnhof Kleistpark

* Dieses Buch ist leider vergriffen, aber andere Bücher sind am Lager aus der und zur Region, zum Entdecken und gerne auch Kaufen.
Poster und Handzettel zum Ausdrucken

Samstag, 22. März 2014

Von der Buchmesse - am Tag der unabhängigen kleinen Verlage


Ausschnitt Halle 4; Messeplan Leipzig, März 2014

Und was empfing mich, als ich am letzten Sonntag die Halle 4 betrat? - Österreich!

Fairerweise muß man mir zugestehen, dass ich mich in den letzten Tagen weidlich der Schweizer Bücherwelt, ihren Verlagen und Autoren gewidtmet hatte, und so tauchte ich ohne schlechtes Gewissen unter das österreichische Rot-Weiß und wurde fündig:

unartproduktion
Edition Bernest
Jungbrunnen
Edition Tandem


Ich möchte wetten, dass die meisten hier aufgeführten Verlage in die Kategorie der kleinen unabhängigen passen, und so ist dies auch mein Beitrag zum heutigen Tage:

Indiebookday


Peter Langebener
protokoll eines fußes
unartproduktion, Dornbirn

Es erscheinen ja allerhand Bücher zur kommenden Fußball-Weltmeisterschaft, aber sicher keines wie dieses. Erforscht wird das Spiel auf sprachliche Weise. Schmunzelnd, verblüfft, erstaunt öffnet sich mir ein weites Feld - ich bin entzückt.
*
Gemma Salem, Sempé
Franz Schubert
Edition Bernest, Wien

Wieder eine Überraschung:  Der Verlag Edition Bernest scheint einzig dieses Buch im Programm zu führen. Es wird angepriesen als: Unser Bestes. Na, ich glaub's wohl.
*
Isol
Der Ballon
Jungbrunnen, Wien

Vergnügt und gekonnt illustriert Isol, was kleine Menschen so beschäftigt. Schon ihre beiden anderen Bücher empfehle ich gerne: Wie siehst du denn aus? (Aufbau) und Überraschung für Nino (Annette Betz).
*
Ulrike Schrott, Alfons Eder
Der Löwenzahn
Edition Tandem, Salzburg

Ach ja, der unscheinbare Löwenzahn. Es gibt hier allerhand zu entdecken. Und die Insekten begleiten uns dabei.

Wiener Verlag - Schweizer Intermezzo
 
Sonderzahl
Haben Sie je von einem Verlag Sonderzahl gehört? Ich nicht. Aber dafür sind Buchmessen ja da, und so kam es zu dieser schönen Entdeckung:

Ilma Rakusa
Autobiographisches Schreiben als Bildungsroman
Sonderzahl, Wien

An dieser Stelle kommt meine Beichte, dass ich noch nicht in Schnetzlers Buch - siehe unter: 17. Februar - hineingelesen habe. Jetzt denke ich, dass ich doch endlich "Der grüne Heinrich" von Gottfried Keller vorher lesen sollte, von dem wir eine schöne ledergebundene Ausgabe im heimischen Bücherschrank geduldig warten haben. Aus berufenem Munde, von H., weiß ich nämlich, dass Schnetzler sich direkt darauf bezieht. Und er stieß mich auch auf Fritz Zorn, wobei eine Kundin diesen auch vor der Leipzig Reise erwähnt hatte als einen der wenigen Schweizer Autoren, abgesehen von Dürrenmatt und Frisch, die ihr auf Anhieb einfielen. Fritz Zorn; Mars - das gehört zu den magischen Autor-Titel Klängen der Achtziger und es ist ein Buch, das ich zuvor überhauptnicht weiter kannte, obwohl es sozusagen in der Luft lag. Also hatte ich es mir als Reiselektüre aus besagtem heimischen Bücherschrank gefischt. Bei der ganzen Leipzig Reise bin ich aber über das - allerdings aufschlußreiche - Vorwort von Adolf Muschg nicht hinausgekommen. Soviel kann ich aber wohl sagen, dass auch in "Mars" das autobiographische Schreiben zu einem Bildungsroman gerät.
"Der Bogen der diskutierten Werke in Ilma Rakusas Poetikvorlesung reicht von Tolstoj bis Danilo Kiš und Imre Kertész, von Marguerite Duras bis Herta Müller, Emine Sevgi Özdamar und Gisela von Wysocki. Ilma Rakusas Erinnerungspassagen Mehr Meer bilden einen persönlichen Referenzpunkt." (Verlagstext)
S. Fischer (altes Cover)
Suhrkamp
Ach, sieh an, Gisela von Wysockis Roman "Wir machen Musik" ist also auch dabei. Das ist der Roman, den wir in der Vorleserunde am 2. Montag im Monat so nach und nach  durchlesen. Ich empfinde die Lektüre wie eine ausgedehnte Therapiesitzung mit teils komischen, teils schockierenden aber immer tiefgründigen Momenten. Reizvoll ist auch die Zeitreise ins Brandenburg der Zeit vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg eben aus der Sichte eines Kindes und einer Heranwachsenden. Ein lohnenswertes Buch und Studienobjekt. Ich bin schon neugierig, was Ilma Rakusa wohl darin entdeckt.

Ein Kuriosum am Rande finden Sie, wenn Sie auf der Verlagsseite den Link zum Tagesspiegelartikel anwählen. Verrückte Zeit in der wir leben!

Zu diesem Buch sei noch darauf hingewiesen, dass es der 1. Band der Stefan Zweig Poetikvorlesungen ist. Auf Stefan Zweig verweise ich immer gerne. Die Poetikvorlesungen stehen unter unter Auspizien des Stefan Zweig Zentrums in Salzburg; und Mitte Mai 2013 hatte in der Edmundsburg die fünfte Lesung, mit ilja Trojanow, stattgefunden.  Als 2. Band ist, ebenfalls 2013, die Poetikvorlesung von Feridun Zaimoglu erschienen: "Selbstverschwendung (in drei Bildern)"
*

Nicht einen besonderen Titel, aber den Veralg insgesamt habe ich noch notiert, weil das programm mich reizte: Müry Salzmann, Salzburg
*
Löcker
Löcker

Dann habe ich noch notiert:

Ulrich Weinzierl
Alfred Polgar
Löcker, Wien

"Diese Biographie stellt Polgars Werk in den Zusammenhang seiner Zeit und läßt auch den Menschen Polgar – hinter seinem Schutzpanzer von Witz und Ironie –deutlich erkennen, dessen Lebensweg vom Wien um 1900 über die »große Zeit« des ersten Weltkriegs, die konfliktträchtigen Jahre des Österreich nach 1918, Glanz und Elend im Berlin der untergehenden Weimarer Republik, durch die bitteren Jahre der Emigration bis zum Sterben im Zürcher Exil führte." (Verlagstext)"
*
Außerdem, aus dem selben Verlag:

Christopher Alexander et al.
Eine Mustersprache

Dieses Buch ist ursprünglich 1978 in der Oxford University Press erschienen: A Pattern Language; Towns, Buildings, Construction. Der Löcker Verlag bietet es, herausgegeben (und ich nehme an, auch in Übersetzung) von Hermann Czech, zum stolzen Preis von 108,00 € an, bei OUP im Origional kostet es ca. 60,00 €.

Beim Blättern im fernen Leipzig dachte ich gleich an unser bauwütiges Berlin. Da wäre der Band ein hervorragender Beitrag zum Nach- und Durchdenken; denn es geht um menschliches Behaustsein im privaten und im öffentlichen Raum, um uns und unsere Welt, die wir ringsum gestalten und in der wir uns bewegen und die uns prägt. Ein tolles Buch jedenfalls - für den, der's sich leisten kann.

Und damit hatte ich die kleine Welt Österreich auf der Buchmesse durchschritten. Vielleicht hole ich das ein oder andere der Bücher ins Programm. Wollen will ich immer, nur können muß man können. Sind Sie interessiert, dann bestell ich gerne.

Sollte ich mehr zum Besuch in Leipzig aufschreiben, wird das ein neuer Eintrag; denn dieser ist lang genug.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Stadt Land Buch in der Schröerschen Buchhandlung


Es ist noch etwas hin, aber hier ist eine feine Veranstaltung,
zum Vormerken im November:

Illustration von Adolph von Menzel
Das merkwürdige, zum Verständnis der Erde und ihres sonnengewirkten Kleides, der Pflanzen- und Tierwelt, so wesentlich notwendige Neuholland und die Südsee mit ihren Zoophyten-Inseln waren mir untersagt, und so war, im Ursprunge schon, alles, was ich sammeln und erbauen sollte, bloßes Fragment zu bleiben verdammt. – O mein Adelbert, was ist es doch um die Bemühungen der Menschen!
Adelbert von Chamisso; 
Peter Schlemihls wundersame Geschichte


Auf den Spuren von Adelbert von Chamisso
Zeugnisse einer bewegten Zeit in Berlin
Eine poetisch-musikalische Reise mit Rosa und Jonathan Tennenbaum

 &

“Der wilde Europäer”
Eine Biographie von Adelbert von Chamisso
von Beatrix Langner, im Verlag Matthes & Seitz, Berlin
vorgestellt von Margarete Haimberger


Lageplan
Veranstaltung im Rahmen vom
Stadt Land Buch Lesemarathon 2013
Mittwoch, 13. November 16:30 Uhr
Schröersche Buchhandlung
Eintritt: 4,50 € / ermäßigt: 2 €












Schröersche Buchhandlung
Langenscheidtstraße 7
10 827 Berlin
030 / 7800 1415
info@buch-haimberger.de


Freitag, 19. April 2013

Liebe Kinder: Am 23. April ist der Welttag des Buches


Am nächsten Dienstag, am 23. April, feiert die ganze Welt den Tag des Buches, und dafür verschenken die Leute, die die Bücher machen und sie verkaufen, ein Buch von Jürgen Banscherus: Der Wald der Abenteuer.

cbj
Hier in der Buchhandlung habe ich davon noch ein paar zum Weiterverschenken. Die Geschichte ist für Kinder ab 10 Jahren. Ich lade Euch also herzlich ein, herzukommen und das Geschenk abzuholen, solange der Vorrat reicht. Dabei könnt Ihr auch die anderen Bücher und mich hier besuchen.

Es wäre schön, wenn ihr dabei auch eine Geschichte zum Weiterverschenken mitbringen könntet.

Und so hab ich mir das gedacht:

Bitte fragt Eure Oma oder Euren Opa oder Eure Großtante, Euren Großonkel, ob er Euch etwas erzählt oder aufschreibt. Das braucht nicht sehr lang zu sein, eine halbe oder eine ganze Seite. Das kann etwas sein, was sie als Kinder erlebt haben, was ihnen selbst erzählt worden ist. Es kann ein Märchen sein, ein Lied oder ein Gedicht.

Schreibt es in der Sprache auf, wie Ihr es hört. Wenn es nicht deutsch ist, übersetzt es bitte noch zusätzlich. Ganz besonders schön wäre es, wenn Ihr dazu noch ein Bild malen würdet.

Dann bringt es bitte in die Schröersche Buchhandlung. Ich hänge Eure Geschichten dann einen ganzen Monat lang auf, und am Ende drucke ich daraus ein Buch für jeden von Euch. Sagt mir, ob ich Eure Namen nennen kann oder ob ich einen Alias wählen soll.

Wenn Ihr wollt, können wir uns auch am letzten Samstag vor den Sommerferien, am 15.Juni, hier im Laden mit Euren Familien treffen und uns gegenseitig die Geschichten vorlesen, so zwischen 14:00 und 15:00 Uhr.

Ich freue mich sehr darauf, von Euch zu hören und Euch kennenzulernen.
Mit lieben Grüßen,
Margarete Haimberger

Für alle Kinder 
Ich schenk Dir eine Geschichte 
zum Welttag des Buches am 23. April 

Dies ist eine Geschichte von meinem Großvater Heinrich Schröer, wie sie meine Mutter mir erzählt hat aus der Zeit bevor sie geboren wurde, wo ihr Vater schon am Niederrhein wohnte. Es war am Anfang des vorigen Jahrhunderts und in Deutschland regierte noch der pompöse Preußenkaiser Wilhelm II. Eine alte Frau hat es meiner Mutter so berichtet: Sie konnte von zu Hause aus direkt auf den Weg im Park am Friedhof gucken. Da sah sie dort immer einen jungen Mann spazieren gehen; das war Herr Schröer. Der hielt jedesmal vor einem bestimmten Baum an. Er stand eine Weile dort und verbeugte sich dann vor dem Baum, bevor er weiterging. 

Eines Tages hielt die Frau es vor Neugierde nicht mehr aus und lief hin und sprach den Mann an: 
“Guten Tag, Herr Schröer. Verzeihen Sie, wenn ich Sie einfach so frage, aber warum verbeugen Sie sich immer vor diesem Baum?” 
Da lächelte mein Großvater freundlich, wie es so seine Art war, und antwortete: 
“Ja, das kommt daher, dass dieser Baum besonders ist. Hier hab ich Margarethe gefragt, ob sie meine Frau werden will, und sie hat 'Ja' gesagt.” 


Und jetzt wisst Ihr auch, dass ich nach meiner Großmutter so genannt bin. Weil die Standesbeamten aber nicht so gut Schreiben gelernt hatten und vielleicht nicht wußten, dass der Name Margarethe aus dem Griechischen kommt und mit einem 'h' hinterm 't' geschrieben wird, steht auf meiner Urkunde nur Margarete. Und ich bin Buchhändler geworden, wie mein Großvater Heinrich Schröer und meine Mutter.